di.vitrine

zwei Vitrinen für das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf

September 2011

Klara Paterok „Auszeichnungen und andere Errungenschaften“, 2011, mixed media

Klara Paterok macht skulpturale Arbeiten, die aus Modulen bestehen. Für di.vitrine im Bilker S-Bahnhof hat sie die mixed media-Arbeit >Auszeichnungen und andere Errungenschaften< geschaffen, wobei sie sich vom Ausstellungsort in den Glasvitrinen inspirieren lassen hat. So bezeichnet Paterok die vier auf kleinen schmalen Sockeln postierten Skulpturen als „Pokale“. Auch diese „Auszeichnungen und andere Errungenschaften“ werden mit Vorliebe an exponierten Stellen in Glasvitrinen zur Schau gestellt.

Gemeint sind jedoch Pokale im weitesten Sinne, denn die Künstlerin selbst assoziiert mit den hier gezeigten Arbeiten auch Begrifflichkeiten wie „Tisch“, „Garage“ und „Armband“. Nicht jedoch die inhaltlichen Bedeutungen der einzelnen Module, sondern das Arrangement aus Form und Fläche, Material und Farbe stehen im Vordergrund. Sockel und Hintergrund sind mit massiv wirkender, dunkelbraun gefärbter Raufasertapete verkleidet, die einen Kontrast zu den gelb und rosa gestrichenen oder den mit golden schimmernder Rettungsfolie bezogenen Skulpturen bilden. Auch die Proportionen spielen eine wichtige Rolle in Pateroks Werk. So kann das gelb angestrichene Holzgestell mit den vier langen dünnen Beinen auch als fehlproportionierter „Giraffentisch“ verstanden werden und erinnert an Patroks >Elfenbeinturm<, der auf dem Akademierundgang 2011 zu sehen war. Die übrigen modulhaften Elemente aus >Auszeichnungen und andere Errungenschaften< gehen in ihrer Form ebenfalls auf vorangegangene, in unterschiedlichen Proportionen und anderem Maßstab gefertigte Skulpturen Pateroks zurück.

Paterok möchte keine „schöne“ Kunst, sondern Werke, die den Betrachter regelrecht stören, ihn aber durch die Farbigkeit dennoch zum Hingucken verleiten.

 

 

 

 

Februar 2011

Kati von Schwerin „Ovid war ein Lügner!“ Lack auf Leinwand, 2011

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