KUNST FÜR ALLE. Multiples, Grafiken, Aktionen aus der Sammlung Staeck. Ausstellung in der Akademie der Künste, Berlin, vom 18.3. — 7.6.2015

Das Ausstellungsprojekt KUNST FÜR ALLE widmet sich einer bis heute aktiven Bewegung von Künstlern für eine Demokratisierung der Gesellschaft und des Kunstmarktes. Klaus Staecks einzigartige Sammlung, die der langjährige Akademie-Präsident zum Ende seiner Amtszeit erstmals so umfassend ausstellt, entwirft ein Panorama der Kunst nach 1945 und der gesellschaftspolitischen Geschichte der Bundesrepublik. Wie eine Collage sind in direkter Zusammenschau mehr als 300 Multiples und Grafiken zu sehen, darunter einige der berühmtesten Objekte der Auflagenkunst, mit der Künstler wie Joseph Beuys, Hanne Darboven, Daniel Spoerri, Wolf Vostell und viele andere seit den 1960er Jahren die Regeln des Kunstmarktes unterliefen. Postkarten und Plakate zu politischen Aktionen, Rauminszenierungen und Material-Tableaus zu den einfallsreichen Initiativen der Selbstorganisation, von der nahezu anarchisch ausgeuferten „intermedia ‘69“ über alternative Kunstmessen bis zur 3. Bitterfelder Konferenz 1992, dokumentieren die Veränderung der Kunstwelt durch die Künstler selbst.

In der Publikation zur Ausstellung beschreibt Thomas Wagner diese künstlerische „Selbstorganisation der Freiheit“ auch als Basis der Arbeit des Künstlers, Verlegers, Sammlers und kulturpolitischen Aktivisten Klaus Staeck, dessen engagiertes künstlerisches Werk nur in der Zusammenschau all dieser Aspekte zu verstehen ist. Die Vielfalt und Modellhaftigkeit der Editions- und Multipleszene, ihre politische Relevanz bis heute und Klaus Staeck als einer ihrer Protagonisten sind auch die Themen weiterer Beiträge von Claudia Jansen, Oskar Negt, Stephan von Wiese und Wolfgang Ullrich.

(aus: http://www.adk.de/de/presse/?we_objectID=42173)

Foto:© Claudia Jansen

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